hallo aeon,
aus deinem ersten beitrag wird für mich lediglich eine evtl größere verunsicherung deines sohnes deutlich. und lese ich deine letzten 9 jahre, so wundert es mich gar nicht mal. denke, in den augen eines kindes ist da verdammt viel passiert. scheidung ist schon nicht einfach, aber auch dein unterschiedliches verhalten bedingt durch schwangerschaft, krankheiten, zwänge, überforderung etc ist für ein kind nicht einfach zu verstehen.
für dich war all das schon sehr schwer, obwohl du erwachsen bist, denken kannst, vergleichen kannst, therapeutische hilfe hattest, usw - wie ist es dann erst für ein kind, das noch viel mehr den augenblick lebt und verschiedene möglichkeiten aufgrund seines alters noch gar nicht so hat ?
du hast nach einer therapeutin für dich gesucht - hast du auch mal daran gedacht, ob deinem sohn nicht eine kindertherapeutin helfen könnte ?
oma, opa, vater, lehrer - finde ich alles gut und schön. aber ob sie alle auch immer so gut auf ein kind eingehen (können), wie es das kind gerade bräuchte ? selbst lehrer, die etwas pädagogik und psychologie im studium hatten, sind manchmal trampel.
in der schule gut sein und normales sozialverhalten zu zeigen ist sicher beruhigend - andererseits sagt es für mich nicht wirklich viel aus, da auch gerade die so scheinbar unauffälligen kinder große probleme haben können.
wie äußert sich dein sohn denn über diese gedanken ? kommt er von sich aus zu dir und sagt, wenn ihm nicht wohl ist, er sich viele gedanken macht ? (wobei das theoretisch auch nur die spitze des eisbergs sein könnte)
Zitat:
dass er seit ca 6 Mon...sich ständig...mal mehr mal weniger Sorgen hat und sogar Angst..oder wie er sagt *so ein komisches Gefühl* im Bauch hat ..wenn er glaubt mit dem Lenker seines Rads an ein Auto oder an eine Scheibe in der Stadt gestoßen zu sein. Das lässt ihn lange nicht los...und die Gedanken kreisen. Weil er ...so wie er sagt... Angst hat Ärger zu bekommen...von mir oder von den Besitzern.
So kreisen ständig...und das wegen *für mich* larifari Sachen...seine Gedanken um diese Dinge.
"6 monate" + "ständig" finde ich lange bzw viel. und ich glaube, ich würde einen kinderpsychologen zu rate ziehen. erst mal alleine mit ihm reden, ihm hintergrundinfos geben und seine meinung anhören. vielleicht ist es ja nur ein knoten bei deinem sohn, den man jetzt noch ganz leicht aufdröseln kann.
auf jeden fall gut finde, daß du dich um ihn sorgst, schon viel unternommen hast und überlegst :)
viele grüße, yks